Fragen & Antworten

Schnell und übersichtlich zusammengefasst.

 

 

Was bedeuten die Farben meiner Schläge?

Sie ermöglichen einen schnellen Überblick über die nutzbare Feldkapazität Ihrer Schläge:

Feld ist zu nass

Ist Ihr Feld dunkel blau eingefärbt, beträgt die nutzbare Feldkapazität 95% – 110%

Bewässerung optimal

Hellblaue Felder haben eine nutzbare Feldkapazität von 80% – 95%

Bewässerung ausreichend

Die grüne Farbe steht für eine nutzbare Feldkapazität von 60% – 80% 

Bewässerung bald nötig

Gelber Felder haben eine nutzbare Feldkapazität von 40% – 60%

Bewässerung nötig

Die orange Farbe steht für eine nutzbare Feldkapazität von 20% – 40%

Bewässerung überfällig

Ist Ihr Feld rot eingefärbt, beträgt die nutzbare Feldkapazität 0% – 20%

Funktionsumfang von WaterFox

In welchen Sprachen ist WaterFox verfügbar?

Aktuell gibt es WaterFox auf Deutsch, Englisch, Rumänisch, Italienisch, Spanisch und Polnisch. Schritt für Schritt wird WaterFox auch in weiteren Sprachen wie Französisch, Portugiesisch, Bulgarisch, Ungarisch oder Tschechisch verfügbar sein.

Sie möchten WaterFox in Ihrer Muttersprache nutzen, diese ist allerdings noch nicht bei uns verfügbar? Melden Sie sich einfach bei unserer Kundenhilfe kundenhilfe@heliopas.com, dann werden wir Ihre Sprache gerne einpflegen.

In welchen Ländern ist WaterFox verfügbar?

Sie können weltweit Felder anlegen. Unsere Analysen sind derzeit nur für den europäischen Raum freigeschaltet.

Kann ich in WaterFox teilschlagspezifische Bewirtschaftung berücksichtigen?

Ja, in WaterFox können Sie Schläge beliebig oft teilen und Sätze bzw. Setzungen, Beete und Bewässerungsbereiche von fliegenden Rohren oder Großraumschwenkern anlegen.

Kann ich in WaterFox auch Kulturen unter Folie oder Vlies dokumentieren?

Sie können in WaterFox kennzeichnen, welche Schläge mit Folie oder Vlies bedeckt sind. Für diese Schläge werden die Berechnungen der Bodenfeuchte dann deaktiviert, um die Übersichtlichkeit zu bewahren.

Bietet WaterFox eine Wettervorhersage an?

Sie finden in WaterFox keine klassischen vollständigen Wettervorhersagen. Das machen bereits andere Produkte. WaterFox berücksichtigt lokale siebentägige Regenprognosen anderer Anbieter und blendet sie ein. Außerdem wird die voraussichtliche Entwicklung der Bodenfeuchte nach dem Geisenheimer Modell sieben Tage im Voraus taggenau prognostiziert.

Kann ich meine Wetterstation in WaterFox anknüpfen?

Ja, Sie können die Daten Ihrer eigenen Wetterstation entweder manuell in WaterFox einpflegen oder über eine Datenschnittstelle automatisiert anbinden. Kontaktieren Sie dazu einfach die Kundenhilfe.

Wie erhalte ich Zugriff auf Daten von öffentlichen Wetterstationen?

Geben Sie hierfür Ihre Betriebsadresse in den Einstellungen unter Kontoübersicht an. Anschließend erhalten Sie Zugriff auf öffentliche Wetterstationen in Ihrer Nähe.

Fragen zur dahinterliegenden Technik

Was bedeutet die nutzbare Feldkapazität (nFK)?

Entscheidend für das Wachstum ist, wie gut die Pflanze an das Bodenwasser kommt. Das Maß für die Verfügbarkeit des Wassers ist die nutzbare Feldkapazität (nFK). Sie beschreibt den Anteil des Wassers, den die Wurzeln mit ihren Saugkräften dem Boden entnehmen können.

Je höher der nFK-Wert, desto mehr Wasser ist – als Kapazität – im Boden für die spezifische Pflanze verfügbar. Unterschiedliche Pflanzen können dem gleichen Boden unterschiedlich viel Wasser entziehen, haben also auch eine unterschiedliche nFK. Bei über 100% nFK ist der Boden überwässert.

Die Höhe der Feldkapazität ist zusätzlich abhängig von der Korngrößenverteilung des Bodens, dem Bodengefüge und seinem Gehalt an postmortaler organischer Bodensubstanz (Humus). Das Wasser in den Feinporen eines Bodens kann von den Pflanzenwurzeln nicht aufgenommen werden. Ist nur noch dieses Wasser vorhanden, fällt die nFK auf 0%, da die Pflanze kein Wasser entnehmen kann, obwohl sich noch Wasser im Boden befindet

Was bedeuten die Parameter Bodenpunkte und Bodenart? In welchem Zusammenhang stehen sie zur Bodenfeuchte?

Die Bodenart beschreibt die Zusammensetzung des Feldbodens auf dem eine Frucht angebaut wird. Betrachtet wird die Korngrößenverteilung des Bodens, welche durch verschiedene Prozesse, wie der Verwitterung oder weiteren Bodenbildungsprozesse entsteht. Es wird zwischen den Korngrößen Sand (S), Lehm (L), Schluff (U) und Ton (T) unterschieden. Aufgrund der unterschiedlichen Korngrößenverteilung können die jeweiligen Bodenarten unterschiedlich viel Wasser halten. Deshalb hat die Bodenart einen signifikanten Einfluss auf die Bodenfeuchte.

Bodenpunkte beschreiben die Qualität einer Ackerfläche. Der Ausgangspunkt ist ein Standardwert, welcher durch verschiedene Faktoren, wie das Klima, die Hangneigung und den Waldschatten modelliert wird. Grundsätzlich steht ein niedriger Wert für schlechten und ein hoher Wert für guten Boden.

Es besteht kein kausaler Zusammenhang zwischen der Bodenart und den Bodenpunkte. Es sind zwei voneinander getrennt zu betrachtende Parameter, die in WaterFox gespeichert werden können. Um eine realitätsnahe Abbildung Ihres Betriebes in der Software zu erreichen, geben Sie diese Werte einfach zu den entsprechenden Schlägen an.

Warum sinkt die nutzbare Feldkapazität, wenn ich vom sandigen Boden auf lehmigen Boden wechsel?

Sandiger Boden kann mehr Wasser halten als lehmiger Boden. Allerdings kann die Pflanze auf Grund der Korngröße von Sand weniger Wasser dem Boden entziehen. Daher ändert sich das Analyseergebnis, wenn Sie die Bodenart in WaterFox von Sand auf Lehm ändern.

Wie wird die Bodenfeuchte mit dem Geisenheimer Modell berechnet?
Das Geisenheimer Modell, auch „klimatische Wasserbilanz“ genannt, wird als Differenz zwischen gemessenem Niederschlag und der gleichzeitig klimatisch möglichen Verdunstung definiert.
Da die klimatisch mögliche Verdunstung den tatsächlichen Wasserverbrauch eines Pflanzenbestandes nur unzureichend genau repräsentiert, ist ein Korrekturfaktor zur Anpassung erforderlich. Dieser Faktor ist abhängig von der Pflanzenart und dem Wachstumsstadium der Pflanze.
Das angestrebte Ergebnis ist der potentielle Wasserbedarf der jeweiligen Kulturart, der vom Verdunstungsanspruch der Atmosphäre und dem kulturartspezifischen Entwicklungsstadium bestimmt wird.
Verwenden Sie das Geisenheimer Modell in WaterFox, wird Ihre Bewässerungsmenge in Abhängigkeit von Bodeneigenschaft, Kulturart, Entwicklungsstadium und potenzieller Verdunstung berechnet.
Wie kommen wir zu den automatisierten Bewässerungsempfehlungen?

Das heliopas.ai Bewässerungsmodell und die daraus generierten automatischen Bewässerungsempfehlungen haben ihren Ursprung in der sogenannten Geisenheimer Bewässerungssteuerung. Mithilfe des Geisenheimer Modells können Voraussagen über den potentiellen Wasserbedarf der jeweiligen Kulturart (in den nächsten 7 Tagen) gemacht werden.

Damit WaterFox automatisierte Empfehlungen für die Bewässerungen der Schläge bzw. Sätze generieren kann, sind die folgenden vier Angaben notwendig: 

    1. Kulturart
    2. Aussaat-Datum
    3. Bodenart
    4. Wetterdaten: Niederschlag und Verdunstung

Bei der automatisierten Bewässerungsempfehlung werden all diese Faktoren, sowie der vorhergesagte Niederschlag und Wasserpuffer berücksichtigt und in die Planung mit einbezogen. Es entsteht ein Vorschlag mit dem Ziel, dass der Boden die Defizitgrenze nicht über- oder unterschreitet. Alle notwendigen Tabellen und Daten, sowie die Berechnungen sind in WaterFox integriert und laufen im Hintergrund ab. Sie sehen als Ergebnis einen Bewässerungsvorschlag, der auf die individuelle Situation ihres Schlages abgestimmt ist.

Was ist der Unterschied zwischen Satellitendaten und dem Geisenheimer Modell?
Sie können in WaterFox einstellen, dass Sie Bewässerungsempfehlungen aufgrund von Analysen von Satellitendaten erhalten möchten. Dann wird die aktuelle Bodenfeuchte anhand eigens entwickelter Analysen von Satellitenbildern berechnet. Zukunftsprognosen sind derzeit nicht verfügbar, aber geplant.
Wir empfehlen in den Einstellungen das Geisenheimer Modell zu wählen. Hier fließen auch kulturspezifische Eigenschaften in die Berechnung mit ein. In der Praxis haben sich diese Empfehlungen, gerade bei dichtem Bewuchs, als zuverlässiger erwiesen. Sie erhalten beim Geisenheimer Modell das Bewässerungsdefizit taggenau in Millimetern Defizitmenge und erhalten auch eine Prognose für die nächsten sieben Tage.
Sind die Satellitenbilder live?

Wir haben mittlerweile eine Vielzahl an Satellitendatenquellen angebunden, sodass wir innerhalb von 24 mindestens eine neue Messung erhalten. Diese werden von unserer künstlichen Intelligenz analyisert und sofort in die Berechnung der Bodenfeuchte Ihrer Schläge miteinbezogen. Die Satellitenbildanalysen sind daher tagesaktuell, aber nicht live.

Berücksichtigen die Bodenfeuchteanalysen auch Unterschiede der Bodenfeuchte innerhalb des Schlages?

WaterFox berechnet die Bodenfeuchte mit einer räumlichen Genauigkeit von 10×10 Metern. Dies ist weltweit einmalig und ermöglicht erstmals eine Bodenfeuchteanalyse, die auch die Unterschiede der Bodenfeuchte innerhalb des Schlages berücksichtigt. Teilschlagspezifische Bewässerung wird somit also möglich.

Ist es möglich, meine bisher in Excel-Tabellen geführte Dokumentation der Bewässerung rückwirkend in WaterFox einzufügen?

Ja, schicken Sie einfach Ihre Datei als E-Mail Anhang an kundenhilfe@waterfox.com

Wie kann ich Daten aus anderen Systemen in WaterFox importieren?

Schicken Sie einfach Ihre Schlagkartei als E-Mail Anhang an kundenhilfe@waterfox.com

Wir werden Ihre Schläge so schnell wie möglich importieren und Sie anschließend darüber informieren. 

Für weitere Fragen bezüglich Schnittstellen zu Ihren existierenden Farm-Management-Systemen wenden Sie sich bitte ebenfalls an die Kundenhilfe kundenhilfe@waterfox.com. Wir finden gemeinsam mit Ihnen eine Möglichkeit, Ihre Systeme intelligent zu verknüpfen, sodass Sie den maximalen Nutzen aus WaterFox ziehen können.

Administration

Welche Kosten fallen an?

Der Preis für WaterFox setzt sich aus einem Grundbetrag von 250 € pro Jahr für einen Betrieb und einem variablen Preis, der abhängig von der Bewässerungsart und der Hektaranzahl ist, zusammen.

Abhängig von der Bewässerungsart ergeben sich folgende variable Kosten:

  • Tropfbewässerung: 2 € / ha / Jahr
  • Mobile Bewässerung: 2 € / ha / Jahr
  • Kreis- und Linearbewässerung: 6 € / ha / Jahr
  • Rohrberegnung: 12 € / ha / Jahr

Es fallen unabhängig von der Anzahl der Nutzer keine weiteren Kosten an.

Sie können auch einfach direkt einen persönlichen Beratungstermin mit uns vereinbaren. Wir setzen uns gerne mit Ihnen zusammen und bieten Ihnen ein personalisiertes Angebot an.

Muss ich ein WaterFox-Abo für jeden Nutzer in meinem Betrieb kaufen?

Nein, für zusätzliche Mitarbeiter zahlen Sie nichts extra. Sogar Lohnunternehmer und Agrarberater können Sie kostenfrei einbinden. Sie können den Grad von Rechten und Zugriffen selbst einstellen. Bei WaterFox zahlen Sie nur einmal für Ihren gesamten Betrieb, abhängig nach Tarif und Hektargröße. Danach können Sie so viele Mitarbeiter und Externe zu Ihrem Betrieb hinzufügen wie Sie möchten.

Kann ich bei WaterFox die Zugriffsrechte der Mitarbeiter oder Externen beschränken und wenn ja wie?

Ja, Sie können die Berechtigungen innerhalb von WaterFox ganz individuell vergeben. Öffnen Sie hierfür unsere WaterFox-Browser-Anwendung. Beim Reiter “Einstellungen” finden Sie den Button “Benutzerverwaltung”. Hier können Sie neue Benutzer hinzufügen, entfernen und die Rechte der jeweiligen Benutzer verwalten.

Wir empfehlen, die Rechte in Abhängigkeit der Tätigkeit zu vergeben. Hier ist eine beispielhafte Aufteilung der Zugriffsrechte:

Der Administrator erhält beispielsweise folgende Berechtigungen:

  • Einen Schlag anlegen, bearbeiten und löschen können
  • Eigene Wetterstationen einbinden, bearbeiten und löschen können
  • Neue Benutzer dem Betrieb hinzufügen und entfernen, sowie Berechtigungen verwalten können
  • Rechnungen und Bezahlungsinformationen einsehen und verändern können
  • Felder und Mitarbeiter aktiv oder passiv stellen
  • Schlagkartei importieren können

Der Bewässerungsplaner bekäme folgende Berechtigungen:

  • Bewässerungsvorgang eintragen und bearbeiten können
  • Niederschlag eintragen und bearbeiten können
  • Einen Schlag anlegen, bearbeiten und löschen können
  • Bewässerungsmaßnahmen planen können
  • Bewässerungsmaßnahme anfragen dürfen
  • Schlag/Satz für andere Maßnahmen blockieren dürfen
  • Kann sich das Bewässerungstagebuch ansehen
  • Kann die Durchführung von Maßnahmen (weiter) delegieren
  • Kann Bewässerungsvorgänge starten und stoppen
  • Felder und Mitarbeiter aktiv oder passiv stellen
  • Warnungen individuell verstellen können

    Der Kappo oder Bewässerungskoordinator hätte folgende Berechtigungen:

    • Bewässerungsvorgang eintragen und bearbeiten können
    • Niederschlag eintragen und bearbeiten können
    • Kann sich das Bewässerungstagebuch ansehen
    • Kann die Durchführung von Maßnahmen (weiter) delegieren
    • Kann Bewässerungsvorgänge starten und stoppen

    Der ausführende Bewässerer darf folgende Dinge in WaterFox tun:

    • Kann sich das Bewässerungstagebuch ansehen
    • Kann Bewässerungsvorgänge starten und stoppen

    Der Pflanzenschutz-Verantwortliche erhält folgende Berechtigungen:

    • Bewässerungsmaßnahme anfragen dürfen
    • Schlag/Satz für andere Maßnahmen blockieren dürfen

    Die Rechte können individuell auch noch ganz anders vergeben werden, je nach Realität auf Ihrem Hof. Zögern Sie nicht, bei Fragen die WaterFox Kundenhilfe zu kontaktieren.

    Sind meine Daten in WaterFox sicher?

    Ihre Daten sind nach den hohen Standards des deutschen Datenschutzes und der DSGVO bei uns sicher und werden gegen Zugriff von Dritten geschützt. Wir sind ein unabhängiges Start-up und gehören nicht zu einem Konzern. Wir verfolgen also keine anderen “Primärinteressen”, sondern verfolgen strikt die Interessen unserer zahlenden Kunden.

    Planen. Koordinieren. Dokumentieren.

    Mit WaterFox sind Sie für die Zukunft gewappnet.

    Beginnen Sie jetzt Aufwand, Kosten und Wasser bei Ihrer Bewässerung zu sparen.

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